Wellbeing am Arbeitsplatz

Wellhub Work-Life-Wellbeing Report 2027: Warum deine KI-Strategie einen Human-First-Ansatz braucht

Zuletzt aktualisiert am 13. Okt. 2026

Lesezeit: 4 Minuten
Der Work-Life-Wellbeing Report 2027 von Wellhub zeigt: KI-Kompetenz entscheidet über Wohlbefinden, Burnout und Jobsicherheit. Jetzt Report herunterladen!

Gleicher Job, gleiches Unternehmen, gleiche Erfahrung – und doch zwei völlig verschiedene Welten: Während manche Angestellten KI bereits sehr häufig zur Entlastung nutzen, liegen andere nachts wach und sorgen sich um ihre berufliche Zukunft.

Der neue Work-Life-Wellbeing Report 2027 von Wellhub zeigt: Rolle, Position und Branche geben längst nicht mehr den Ausschlag dafür, wie es Mitarbeitenden geht. Entscheidend ist vielmehr, wie sicher jemand im Umgang mit KI geworden ist. 

Für den Report hat Wellhub weltweit 5.021 Vollzeitbeschäftigte in zehn Ländern befragt – darunter über 500 in Deutschland. Das Ergebnis ist ein klarer Weckruf an HR-Teams und Führungskräfte: Die eigene KI-Kompetenz entscheidet heute maßgeblich darüber, wie es um Wohlbefinden, Resilienz und die Angst vor der Zukunft steht.

 

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Die 3 KI-Nutzertypen in Unternehmen

Um die Auswirkungen der KI-Transformation messbar zu machen, haben wir den AI-Fluency-Score entwickelt. Er teilt die Belegschaft anhand von Nutzungshäufigkeit, Vertrauen und Kompetenz in drei klare Segmente ein:

  1. KI-Einsteiger:innen (26 %): Haben bisher keine KI-Tools genutzt oder lediglich damit experimentiert. In dieser Gruppe herrscht oft große Unsicherheit bezüglich der eigenen Arbeitsplatzsicherheit.
  2. KI-Anwender:innen (32 %): Nutzen KI-Tools bereits regelmäßig im Arbeitsalltag, müssen im Umgang damit jedoch erst noch echte Routine und Sicherheit entwickeln.
  3. KI-Pionier:innen (41 %): Setzen KI als festen Bestandteil ihrer täglichen Arbeit ein und coachen aktiv Kolleg:innen bei der Anwendung.

 

Die Paradoxie der KI-Pionier:innen: Höchste Leistung, größtes Burnout-Risiko

Die Vermutung liegt nahe, dass KI-Pionier:innen entspannter durch den Arbeitstag gleiten, weil ihnen Algorithmen die Arbeit abnehmen. Die Daten zeichnen jedoch ein völlig anderes Bild: Ausgerechnet diejenigen, die den KI-Wandel im Betrieb vorantreiben, tragen die schwerste Last.

  1. Höhere Arbeitsbelastung: KI verdichtet die Arbeit

 

30 % aller Beschäftigten stimmen zu, dass der Einsatz von KI in ihrem Unternehmen die Arbeitsbelastung eher erhöht als verringert hat. Bei den KI-Pionier:innen sind es sogar 40 % (im Vergleich zu nur 15 % bei den KI-Einsteiger:innen).

  1. Tägliche Burnout-Symptome: Frühe Erschöpfungssignale.

 

24 % der KI-Pionier:innen erleben täglich Burnout-Symptome (gegenüber 16 % der KI-Einsteiger:innen). Der Grund: 79 % der Pionier:innen coachen zusätzlich zu ihren eigenen Aufgaben Kolleg:innen im Umgang mit KI – meist ohne formelle Entlastung.

  1. Fachkräfte fordern Rückhalt: Hohes Wechselrisiko.

 

87 % der KI-Pionier:innen würden erwägen, ein Unternehmen ohne strukturierte Wellbeing-Maßnahmen zu verlassen. Wer seine High-Performer nicht schützt, riskiert, die am schwersten zu ersetzenden Talente zu verlieren.

 

Die 5 Säulen des Wellbeings – so steht es um das Wohlbefinden der Mitarbeitenden

 

Insgesamt bewerten nur 55 % der Beschäftigten ihr allgemeines Wohlbefinden als gut oder bestens. Blickt man auf die einzelnen Säulen der Gesundheit, zeigen sich drastische Unterschiede im Arbeitsalltag:

  • Körperliches Wohlbefinden (57 %): Der Spitzenreiter unter den Säulen. Dennoch hängen die Ergebnisse stark vom KI-Typ ab: 68 % der Pionier:innen fühlen sich körperlich gut gerüstet, aber nur 44 % der Einsteiger:innen.

 

  • Mentales Wohlbefinden (56 %): Während KI-Pionier:innen durch eine höhere gefühlte Jobsicherheit (53 % vs. 22 % bei Einsteiger:innen) mental gefestigter wirken, sind bereits 48 % aller Beschäftigten in Therapie oder Coaching (ein deutlicher Anstieg gegenüber 37 % im Jahr 2025).

 

  • Ernährung (42 %): Das Mittagessen wird immer häufiger am Schreibtisch gegessen. Zu wenig Pausen und hohe Geschwindigkeit im Arbeitsalltag fordern ihren Tribut.

 

  • Schlaf (35 %): Das Schlusslicht im Report – und die einzige Säule, die seit Jahren kontinuierlich zurückgeht (2025 noch 38 %). Hauptursache: 30 % der Beschäftigten geben an, dass exzessive Bildschirmzeit ihren Schlaf beeinträchtigt.

 

  • Soziale Verbindung: Ein besorgniserregender Trend bei den Vorreiter:innen: 47 % der KI-Pionier:innen geben an, dass KI den bedeutungsvollen Austausch mit Kolleg:innen verringert hat. Wo früher die kurze Abstimmung im Büro stand, antwortet heute die KI.

 

Wo die Unterstützung im Alltag fehlt – und welche Maßnahmen wirklich helfen

 

Warum klafft die Lücke im Wohlbefinden so weit auseinander? Unser Report deckt auf, dass betriebliche Unterstützung häufig genau dort fehlt, wo sie am dringendsten gebraucht wird.

 

MaßnahmeDie Realität in ZahlenDie Auswirkung auf Teams
Klare KI-Richtlinien34 % der Betriebe haben keine formale KI-Richtlinie. 44 % der KI-Einsteiger:innen vermissen klare Regeln (vs. 26 % der Pionier:innen).In Unternehmen mit klar kommunizierter Richtlinie fühlen sich 77 % der Mitarbeitenden resilient – ohne Richtlinie sind es nur 39 %.
Rückhalt durch Führungskräfte60 % der KI-Pionier:innen erhalten aktiven Rückhalt für ihr Wohlbefinden durch ihre Vorgesetzten – bei den Einsteiger:innen sind es gerade einmal 31 %.Wer bereits zu kämpfen hat, erhält oft weniger Aufmerksamkeit. Dabei wandelt gezielter Rückhalt Unsicherheit in Resilienz um.
Praxistaugliche Wellbeing-AngeboteNur noch 26 % bewerten das Wellbeing-Angebot ihres Arbeitgebers als gut. 46 % fehlt schlicht die Zeit im Alltag dafür.Ein Mitarbeiterbenefit bringt keinen Vorteil, wenn der Terminkalender keinen Freiraum zur Nutzung lässt. Konkrete Zeit zur Nutzung ist entscheidend.

 

 

 

 

 

Der Wellhub-Effekt: Warum ganzheitlicher Support wirkt

 

Unternehmen, die auf Wellhub setzen, beweisen, dass hohe Arbeitsleistung und Wohlbefinden im Job keine Gegensätze sind. Beschäftigte in Unternehmen, die Wellhub anbieten, schneiden in allen Bereichen des Wohlbefinden deutlich besser ab als alternative Angebote:

  • Allgemeines Wohlbefinden: 67 % der Wellhub Nutzer:innen bewerten ihr Wohlbefinden als gut oder bestens (vs. 51 % bei alternativen Angeboten).
  • Gesunder Schlaf: 55 % der Wellhub Nutzer:innen berichten von gesundem Schlaf – fast doppelt so viele wie bei alternativen Angeboten (28 %).
  • Starke Unternehmenskultur: 71 % der Wellhub Nutzer:innen geben an, dass Wohlbefinden fest in der Unternehmenskultur verankert ist (vs. 32 % bei alternativen Angeboten).
  • Hohe Anpassungsfähigkeit: 76 % der Wellhub Nutzer:innen fühlen sich in der Lage, sich dem Tempo der Veränderungen bei der Arbeit anzupassen (vs. 57 % bei alternativen Angeboten).

Das liegt unter anderem daran, dass eine einzige Wellhub-Mitgliedschaftverschiedene Bereiche wie Fitness, Achtsamkeit, Ernährung und Schlaf abdeckt. Unternehmen müssen sich also nicht für einzelne Schwerpunkte entscheiden.

 

Lade jetzt den vollständigen Report herunter!

Möchtest du erfahren, wie du deine Belegschaft so resilient aufstellst wie deine KI-Strategie? Im vollständigen Work-Life-Wellbeing Report 2027 findest du alle weltweiten Daten, exklusive Einblicke und konkrete Handlungsempfehlungen für dein HR-Team.

 

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Wellhub Editorial Team

Das Redaktionsteam von Wellhub unterstützt Personalverantwortliche bei der Förderung des Wohlbefindens ihrer Mitarbeitenden. Unsere Studien, Trendanalysen und hilfreichen Anleitungen liefern ihnen die nötigen Werkzeuge, um das Wohlbefinden ihrer Belegschaft in der heutigen, sich schnell verändernden Berufswelt zu verbessern.